Schulkantine

Liebe Mitglieder des Schulforums!

Ihr kennt sie mit Sicherheit, jeder von euch hat sie wohl schon einmal besucht: die Schulkantine. Ob zum Essen oder Zeit verbringen, während der Pausen leistet sie immer gute Dienste. Verlockt durch eine moderate Auswahl an Speisen und Getränken, treibt es einen immer wieder in die Einrichtung. Das Angebot klingt zuerst nicht schlecht, bei einem genaueren Blick auf das verdunkelt sich der Klang jedoch. Gesunde Nahrung? Diese scheint wohl wirklich nicht im Vordergrund zu stehen.

Betrachtet man die Speisekarte fallen einem neben kleinen Gerichten, wie Muffins oder Leberkäsesemmeln sofort die Mittagsgerichte ins Auge. Pommes, Schnitzel, Burger, alles dabei, fast zumindest. Einen Salat wird man beispielsweise nur als kleines Blatt im Burger oder auf einem Sandwich finden können. Obsttechnisch kann man sich nur über den Verkauf von Äpfeln freuen. Viel mehr wird man nicht finden. Natürlich ist ständiges Fast-Food ist keinesfalls eine Dauerlösung, doch was soll man Essen, wenn einem keine Alternativen geboten werden? Vor allem bei kleineren Kindern artet dies in eine schlimme Zumutung aus. Diesen wird beigebracht, sich von ungesundem Fraß zu ernähren, Obst oder Gemüse lernen diese erst gar nicht kennen. Das Verhalten vieler Elternteile macht diesen Umstand ebenfalls nicht besser. Selbst kochen? Wieso denn, eine Tiefkühlpizza aufwärmen schmeckt doch viel besser und geht viel einfacher! Die Kleinen lernen somit eine gesunde Mahlzeit niemals kennen, weder zu Hause, noch im Schulumfeld. Lernt man diese Dinge jedoch nicht schon als Kind, fällt es einem als Erwachsenen umso schwerer, seine Ernährung umzustellen.

Wir sollten mit gutem Beispiel voran gehen. Schaffen wir eine gute Umsetzung an unserer Schule, werden andere mit Sicherheit nachziehen. Zuerst muss der Speiseplan umstrukturiert und erweitert werden. Gegen Pommes ab und an ist ja grundsätzlich nichts auszusetzen, der Standard sollte es jedoch nicht werden. Zusätzlich zum bestehenden Sortiment Salat- oder Obstgerichte anzubieten halte ich daher für eine gute Lösung. Auf die Auswahl sollte jedoch wert gelegt werden: Immer derselbe Salat schmeckt auf Dauer ziemlich öde. Mehrere Varianten müssen her, eventuell auch in der Form eines immer wechselnden Tagesangebots. Ein bestimmter Salat montags, eine Obstplatte dienstags, ein frisches Brötchen mit Belag am Mittwoch, donnerstags eventuell etwas Ungesünderes und am letzten Tag der Schulwoche ein Mahl zu Hause. Ein in meinen Ohren vernünftig klingender Plan, um angenehm durch die Woche zu kommen.
Doch bei der Berücksichtigung des Angebots sollte natürlich der Geschmack nicht zu kurz kommen. Labbriges Tiefkühlgemüse wird keiner essen wollen, egal wie gesund es auch sein mag. Eine frische Lieferung oder zumindest eine gute Auswahl der Tiefkühlkost sind hier neben einer guten Zubereitung entscheidend. Schmeckt das Endergebnis, werden sich immer mehr und mehr dazu verlocken lassen, auch mal ein gesundes Essen zu sich zu nehmen.
Der dritte, wichtige Punkt ist der Preis. Dieser darf natürlich nicht zu hoch angesetzt werden und sollte dem gesunder Kost zumindest nicht zu sehr nachstehen. Problem hierbei ist unter anderem der Einsatz externer Firmen, die das Schulbuffet betreiben. Klar sind diese auf Gewinn aus und werden im Preis nicht nachgeben. Eine Lösung ohne Drittfirmen würde dem Preis mit Sicherheit entgegenkommen, ob dies im Endeffekt für die Schule einen wirklichen Vorteil bringt ist jedoch fragwürdig. Des weiterem muss man an die Kosten der Lebensmittel denken. Liefert der derzeitige Schullieferant auch Obst oder woher wird das Essen bezogen? Muss man für ein besseres Angebot den Lieferanten eventuell sogar wechseln?

Abschließend kann ich sagen, dass ich gesünderes Essen an unserer Schule durchaus für realistisch halte. Die nächsten Schritte wären die Suche von Unterstützern dieser Idee, die Aufstellung eines konkreten Plans und die Abklärung von diesem mit der Schulleitung. Ich hoffe, dass ich den einen oder anderen mit meinen Plänen begeistern konnte.

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