Mario & Rabbids Kingdom Battle

Zu aller erst: Die Kombination von Mario und Rabbids funktioniert großartig. Ich mag den Humor und die vielen Anspielungen sehr gerne. Auch mag ich es, dass das ganze ein Rundenstrategiespiel a la XCom sein soll. Ich habe viele Spiele in dieser Richtung ausprobiert und mich natürlich gefreut, dass es jetzt auch eines in dem sympatischen Mario Universum geben soll. Meine Favoriten im Genre sind Shadowrun Returns, The Banner Saga und Pit People.
Mittlerweile habe ich über 10 Stunden mit dem Spiel verbracht. Die Story geht laut howlongtobeat in etwa doppelt so lange. Dazu kommt noch der DLC mit Donkey Kong. Spielspaß ist also genug geboten. Die Grafik ist hübsch und holt nochmal das beste aus Mario und co. raus. Die Animationen sind lebhaft und unterhaltsam.

Doch warum würde ich dann nur drei Sterne vergeben?
Die Spielwelt ist eckig. Viel zu eckig. Klar, es ergibt Gameplay-technisch durchaus Sinn, aber kann man nicht etwas Abwechslung in die Welt bringen? Das ganze wirkt unnatürlich, selbst für ein Nintendo-Spiel.
Die Kämpfe fühlen sich nicht fair an. Gegner sind in der Überzahl und alle sind in etwa so stark wie man selbst. Spielt man also taktisch “optimal” hat man immer noch einen Nachteil. Man trägt auch die Schäden von einen Kampf in den Nächsten. Gegenstände, um sich zwischendurch zu heilen? Nope. Manchmal findet man Pilze, um sich zu heilen, ansonsten können das nur bestimmte Charaktere während des Kampfes. Diese “Heilkräfte” sind ebenfalls nicht besonders mächtig. Alternativ kann man auch seine Charaktere zwischen den Kämpfen wechseln, man bekommt im Verlaufe des Spiels ja genug. Problem hierbei: Damit andere mithalten können, benötigen diese stärkere Waffen und diese kosten Geld. Man erhält jedoch gerade so genug Geld, damit man sein Main-Team auf einem guten Stand halten kann. Scheinbar hat Nintendo diese Probleme erkannt und einen “Easy-Mode” eingebaut. Man wird am Anfang geheilt und hält allgemein mehr aus. Es wirkt ein bisschen so, als ob man in der Schwierigkeitsstufe verrutscht wäre. Easy fühlt sich eher wie “normal” an, der normale Modus eher wie “schwer”.
Alles fühlt sich gleich an. Was sich zwischen den Kapiteln ändert ist die grafische Aufmachung. Vielleicht ein-zwei neue Mechaniken in der Oberwelt, vielleicht neue Charaktere. Doch auch hier: Jeder spielt sich zu ähnlich. Jeder macht “peng peng” und hat noch ein, zwei spezifische Fähigkeiten. Jeder hat einen eigenen Skill Tree. Auch hier: Alle ähneln sich. Etwas wirklich Spannendes gibt es nicht zu sehen. Die Story bietet ebenfalls wenig Abwechslung. Man läuft durch die Oberwelt, sammelt ab und an mal ein Objekt ein und löst einfache Rätsel. Das macht man so lange, bis man wieder in einem Kampf landet. Die Kämpfe gehen hierbei vom klassischen “Töte Alles” bis hin zu “Erreiche das Ziel” oder “Escortiere und beschütze Toad”. Mein einziges Problem mit dem Kampfsystem ist die oben genannte Balance.

Alles in allem kann ich sagen: Ich mag die Ansätze. Sehr gerne sogar. Leider konnte ich am Ende mit dem Rest wenig anfangen. Im Grunde ist es ein unterdurchschnittliches Rundenstragie-Spiel mit knuffigen und humorvollen Charakteren und leider viel zu wenig Substanz. Das Gameplay außerhalb der Kämpfe fühlt sich nicht besonders gut an, die Kämpfe sind maximal okay. Zumindest meiner Meinung nach den ist das Spiel den Vollpreis nicht wert. In einem Angebot kann man sich das Spiel durchaus mal ansehen.

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